Fashawn & Exile live am 10.8. (Grüner Jäger)

10.08.
Fashawn & Exile live
Grüner Jäger
Einlass 20:00 Uhr
Eintritt 10€

In Zeiten, in denen Boom Bap Hip Hop hauptsächlich von Legenden und Klassikern dominiert wird, kommt es vor, dass wir vergessen, dass Hip Hop die Musik der Jugend war und ist…

Das Debütalbum des 21 jährigen Fashawn, das von Exile produzierte „Boy Meets World“, repräsentiert dieses Element und erzählt in feinster storytelling Manier von einem Jungen aus Fresno, Californien, der versucht der Armut zu entkommen und über seine Fähigkeiten hinauszuwachsen.

Obwohl er auch im Representen nicht zurückzustecken braucht – wie in „Bo Jackson“ – liegt seine wirkliche Stärke in seiner Fähigkeit die inneren Probleme eines Jungen aus dem Ghetto zu formulieren, mit Reimen wie: „Where I`m from, brothers day every day, sunny CA / Learn the ecology on how we behave“ oder „Didn`t know how broke we was `til I got older / Never knew I had a father until he showed up“.

In Kontrast zu den sonst hauptsächlich harten Lebenserfahrungen und Rückschlägen, von denen Fashawn rappt steht „Hey Young World“. Hier erinnert der gerade aus den Kinderschuhen geschlüpfte Fashawn daran, dass alle Träume in Reichweite liegen, egal wie weit sie entfernt zu sein scheinen: „Hold on to your dreams `til they come true / Don`t let em tell you what you can or can`t do“.

Mit Gastauftritten von Rappern wie Blu („Samsonite Man), Evidence („Our Way“), Aloe Blacc („Hey Young World“) und Planet Asia („The Score“) und dem Beatgenie Exile an den Beats ist Boy Meets World ein rundum gelungenes Debütalbum von einem jungen, talentiertem Rapper, dass bedeutend mehr Konsistenz hat als das Gro an releasten Rapalben des letzten Jahrzehnts.

“Support Your Local Artist” am 7. August

Samstag 7. August 2010 | FUNDBUREAU | 21.00 Uhr | kasse 7,- Euro (je 1,50 gehen an Viva con Agua)
Live on stage:
CRONIK & COSCASH JALES & KNOPF JOHNNY MAUSER & CAPTAIN GIPS TOHUWABOHU MCV DOBI DARKO SYLA ALLSTARS (HOMERUN | UNKUT | INDIE JONES | OUT OF ORDER) AFTERSHOWPARTY mit DJ PROFILE – Schwingt das Tanzbein!
Weitere Infos und Details zum Projekt und den Artists: www.myspace.com/yourlocalartisthamburg

Review: Sido – MTV Unplugged Live aus’m MV

Der Junge aus’m Block ist zu einem feinen Herren geworden! Einst noch mit silberner Maske unterwegs, hat Sido sein einstiges Markenzeichen begraben und das blecherne Teil gegen Anzug und Krawatte getauscht. Als erster Solorapper wird ihm nun die Ehre eines deutschen MTV Unplugged zuteil. Nach den Ärzten, Herbert Grönemeyer, den Fantastischen Vier, den Toten Hosen und zuletzt Xavier Naidoo ist die Wahl auf den mittlerweile gezähmten Rapper aus Berlin gefallen. Zwar träumt Sido inzwischen vom Haus am See, für das musikalische Spektakel hat es ihn jedoch zurück ins Märkische Viertel gezogen. Samt Live-Band, 79 Technikern, 20 Kameramännern und ausgestattet mit 45 Mikrofonen wurde „MTV Unplugged Live aus’m MV“ im Fontane Haus Anfang des Jahres aufgenommen.

Erreicht hat Sido bereits viel in seiner Karriere. Neben Auszeichnungen, Anerkennung und reichlich Schlagzeilen krönt er mit diesem MTV Unplugged seine bisherige Karriere. Mit vier Studioalben im Gepäck war das Material für 84 Minuten Spielzeit schnell gefunden. Hingegen musste erst mal eine Band gefunden werden, die die Energie des Jungen von der Straße auch artgerecht im Unplugged-Gewand umsetzen kann. Der musikalische Direktor Sven Helbig hat es hinbekommen, gleichermaßen „Streicher“ und „Straße“ zu vereinen, und so finden sich neben Schlagzeug, Bass, Gitarre und Geige auch Beatbox und Bucket-Drums auf „MTV Unplugged Live aus’m MV“ wieder.

Ob Xylophon auf dem Opener „Mein Block“ oder Streicher auf „Ein Teil von mir“ – die Umsetzung von Beat-Programming auf Live-Band hat Sven Helbig scheinbar hinbekommen. Die sidoische Gelassenheit wird durch und durch auf CD und DVD deutlich. Und dennoch kommt dieses Unplugged nicht an die vorausgegangenen Ausgaben an. Zwar präsentiert Sido mit Kurt Krömer an seiner Seite eine neue Version von „Hey Du!“, die mit Coolness gespickt ist, und auch „Straßenjunge“ überzeugt mit Akustik-Gitarren und funkigem Bass, man merkt aber irgendwie, dass Sido bislang immer auf einen DJ angewiesen war.

Das Haus am See ist in greifbarer Nähe, keine Frage. Mit „MTV Unplugged Live aus’m MV” hinterlässt Sido aber ein eher kurzlebiges Werk, dass sich nicht ganz mit denen von seinen deutschen Musikerkollegen messen kann.

Sido – MTV Unplugged Live aus’m MV
(Urban/Universal)

[6/10]

Jamil Bhuiyan

Review: Nas & Damian Marley – Distant Relatives

Da haben zwei ganz große Musiker zusammengefunden! Nas und Damian Marley haben bereits lange vor Release ihres gemeinsamen Albums „Distant Relatives“ für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Die Erwartungshaltungen waren enorm und wurden im Nachhinein mehr als erfüllt.

Bereits seit „Road to Zion“ vom Damian Marley Album „Welcome to Jamrock“ (2005) weiß man, wozu Nas und Damian Marley imstande sind. Und dennoch hatten beide gar nicht vor ein ganzes Album aufzunehmen. Eine EP dem Thema „Afrika“ gewidmet sollte eigentlich aus zuvor aufgenommenen aber nicht verwendeten Titeln zusammengestellt werden. Die einzigartige Fusion aus HipHop und Reggae und die dahinterstehende Thematik haben beide aber angetrieben, sich für längere Zeit ins Studio zurückzuziehen und auf Albumlänge ihre afrikanischen Wurzeln zu thematisieren.

Ganze 13, überwiegend von Damian Marley produzierte Titel, widmen sich ganz und gar der Thematik ihrer afrikanischen Abstammung, der Armutsbewältigung und einem hoffnungsvollen Ausblick auf die Zukunft. Gespickt mit afrikanischen Samples und mit anschaulichen Informationen im Booklet wird die Zusammenarbeit abgerundet.
Und dennoch wirkt das Gesamtwerk weder anprangernd oder gar vorwurfsvoll. Nas und Damian Marley schaffen es mit Titeln wie „Strong Will Continue“ oder „My Generation“ zum Nachdenken anzuregen, werfen Fragen auf und leisten auf musikalische Art und Weise ihren Beitrag zur Weiterentwicklung des Kontinents – alleine dadurch, dass sie einen Fokus setzen auf die Lage von Ägypten bis Südafrika.

Musikalisch und inhaltlich facettenreich überzeugen die 13 Titel und heben HipHop auf ein neues Level. Glaube („In His Own Words“) findet auf „Distant Relatives“ genauso statt wie indirekter Kritik an westlichen Statussymbolen („Land of Promise“) und dem Potential, dass im schwarzen Kontinent steckt.
Auch ohne Gastfeatures von K’Naan, Stephen Marley und Lil Wayne wären Nas und Damian Marley problemlos ausgekommen, jene ergänzen das Projekt aber auf ihre eigene Art und Weise.

„Distant Relatives“ stellt viele bisher da gewesene Collabo-Alben in den Schatten. Neben „Revolutions per Minute“ von Talib Kweli & Hi-Tek ist dieses Werk jetzt schon eines der meist unterschätzten Alben des Jahres!

Nas & Damian Marley – Distant Relatives
(Universal Republic/Def Jam)

[9/10]

Jamil Bhuiyan

Dima Richman mit WM-Song

In den letzten Wochen haben Hunderte Musiker versucht, den Hit zur Fußball-WM 2010 rauszubringen. Es gab Belangloses (Shakira), Bewährtes (Sportfreunde Stiller) und Beschissenes (“Uwu Lena”) zu hören. Auch der Hamburger Rapper Dima Richman (manchen von euch vielleicht noch aus unserem Forum (R.I.P.) bekannt) hat es versucht, und mit “Wir holen die WM” seinen Song zur Weltmeisterschaft veröffentlicht. Und erfreulicherweise ist das Ergebnis durchaus hörenswert geworden (was sicherlich auch am schönen “Whatever You Like”-Beat liegt).

Den Song und das Video dazu findet ihr hier: http://www.youtube.com/watch?v=I1wjtOop_Vc

“Mass Hysteria VI” am 7. August


Britcore lebt! Wer hätte gedacht, dass es 20 Jahre nach der großen Britcore-Welle immer noch eine große Anhängerschaft gibt, die diese Musik immer noch liebt. Ganz vorne mit dabei sind die Macher der “Mass Hysteria”-Jams. Am 7. August findet im Hafenklang die nunmehr sechste Jam dieser Reihe statt. Dem oben eingefügten Flyer könnt ihr alle Infos dazu entnehmen.

Dead Prez am 30.6. im Waagenbau

Wer: DEAD PREZ (stic.man und M-1)
Wo: Waagenbau, Max Brauer Allee 204, 22769 Hamburg
Wann: Donnerstag, 30.6.2010, Einlass 20 Uhr
Wieviel: VVK 15,- Euro, AK 25,- Euro
Local Act: Funkycool Martina, Will Black, Bozza, Nate 57

Jan Delay auf Open Airs

Diesen Sommer ist Jan Delay mal wieder bei zahlreichen Festivals dabei. Die Möglichkeit ihn zu sehen habt ihr an folgenden Terminen:

04.06. Nürburgring – Rock am Ring
05.06. Nürnberg – Rock im Park
27.06. L- Luxemburg – Rock a Field
10.07. CH- Frauenfeld – Open Air Frauenfeld
16.07. Eching (bei München) – Sonnenrot Festival NEU
17.07. CH- Locarno – Moon and Stars
18.07. Cuxhaven – Deichbrand Festival
22.07. Lörrach – Stimmen Festival
23.07. Karlsruhe – Das Fest NEU
24.07. Sankt Peter Ording – N-Joy The Beach
06.08. Bad Oeynhausen – Parklichter
07.08. Saalfeld – SonneMondeSterne
13.08. Eschwege – Open Flair Festival
14.08. Rothenburg ob der Tauber – Taubertal Festival
15.08. Hamburg – Dockville Festival
19.08. A- St. Pölten – Frequency Festival
20.08. Bochum – ZFR (Zelt Festival Ruhr)
02.09. Ludwigsburg – KSK Music Open

Verlosung: Tom Tom Crew – Hip Hop meets Artistic

Vom 10. Juni bis zum 4. Juli findet in den “Fliegenden Bauten” jeden Abend ein Auftritt der Tom Tom Crew statt. Falls euch das nichts sagt, dann checkt die Pressemitteilung:

Was passiert, wenn sich fünf Ausnahme-Artisten mit einem Trio aus Hip-Hop-Künstlern zusammentun? Die Antwort ist TOM TOM CREW: ein DJ, ein Beatbox-Weltmeister und ein Schlagzeuger geben den Rhythmus zu einer explosiven Mischung aus Akrobatik und Streetdance, Hip-Hop-Beats und Zirkuskunst vor. Die TOM TOM CREW füllte weltweit bereits Hallen und Häuser: in Australien, u.a. das Opernhaus Sydney, in Schottland während des Edinburgh Fringe Festivals sowie das New Victory Theatre New York. Jetzt wirbeln die Künstler vom 10. Juni bis zum 4. Juli durch die „Fliegenden Bauten“ in Hamburg. Wagemutig, verwegen und dreist zeigen die fünf Artisten eine schwindelerregende Performance mit Seil-Artistik, Luft-Akrobatik in über sechs Metern Höhe und atemberaubenden Saltos. Treibende Kraft in der TOM TOM CREW sind die Rhythmen des weltbekannten Perkussionisten Ben Walsh. Sein Name ist geradezu ein Synonym für Schlag- und Effektinstrumente. Begleitet wird Ben Walsh von Mix-Meister DJ Dub‘s und dem Beatboxing-Zauberkünstler Tom Thum, der schon mit 18 Jahren World-Duo-Champion beim „World Beat Boxing Championship 2005“ wurde. Ben Lewis, Daniel Catlow, Shane Witt, Dave Carberry, Absolventen des berühmten australischen „Flying Fruit Fly Circus“, und Nachwuchstalent Jamie MacDowell fliegen durch die Luft und zeigen eine schwindelerregende Performance.

Los geht es jeden Abend um 20 Uhr, außer Sonntags. Dann startet die Show schon um 19 Uhr. Einlass ist jeweils 90 Minuten vor Beginn. Karten kosten im VVK zwischen 23,88 € und 32,68 €. Ein besonderes Special gibt es am 11. und 12. Juni 2010. Für diese Tage kann man Tickets für nur 15 Euro bekommen. Einfach die Tel. 040/39 88 14 21 anrufen und das Stichwort “Hip Hop” nennen.

Wir verlosen 3×2 Karten für die Show am 11. Juni. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, schickt einfach eine Mail mit dem Betreff “Tom Tom Crew” sowie eurem Namen und Handynummer an gewinnen[at-Zeichen]hamburghiphop.de.

Mehr Infos gibt es hier: http://www.fliegende-bauten.de/programminfo.php?showobject=76

Verlosung: One Love Festival am Samstag in Hannover (mit Sido, Die Atzen u.v.a.m.)

Am Samstag ist es wieder soweit: Das One Love Festival findet in Hannover statt. Das Line-Up ist dieses Jahr besser denn je: Headliner sind Sido und Die Atzen, aus den USA kommen R.A. The Rugged Man und Curtis Young, zusätzlich eine Armada von erstklassigen deutschen Rapacts – Olli Banjo, Taktloss, Kollegah, Casper, um nur einige zu nennen. Statt findet das ganze im Musiktheater BAD e.V., Am Großen Garten 60 in Hannover.

Hier das komplette Line-Up:

Sido
Curtis Young
R.A. The Rugged Man
Die Atzen – Frauenarzt & Manny Marc
Olli Banjo
Spezializtz – Harris & Dean Dawson
Taktloss
Casper
Afrob
Kollegah & Favorite
Marteria
Hamburg City Allstars (feat. Denjo, Nico Suave + DJ Sparc, Pat Cash &
Sleepwalker)
Too Strong
Snaga & Pillath
F.R.
Vega & Olson Rough
Chefket
257ers
Pimpulsiv & DNP
Hannover Allstars

Tickets für den ganzen Tag kosten im VVK 35,60 Euro + VVK-Gebühr. Es gibt aber auch Headliner-Tickets für 22,50 Euro + VVK-Gebühr (an der Abendkasse für 28 Euro), mit denen man ab 18 Uhr das Gelände betreten kann, um die Headliner Curtis Young, Olli Banjo, Die Atzen und Sido zu sehen.

Wer keine Lust hat, aus Hamburg mit eigenem Auto oder der Bahn anzufahren, kann auch an einer der vom Veranstalter angebotenen Bustouren teilnehmen.

Übrigens: Am 12.6. findet das Festival mit identischem Line-Up auch in Duisburg statt!

Wir verlosen 2 Karten fürs Festival. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, schickt einfach eine Mail mit dem Betreff “One Love” sowie eurem Namen und Handynummer an gewinnen[at-Zeichen]hamburghiphop.de.

Links:
One Love Festival (offizielle Website)
One Love bei Facebook